Die 68. Infanterie-Division

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  • Die 68. Infanterie-Division


    1. Einsatz und Unterstellung:


    Die 68. Infanterie-Division wurde am 26. August 1939 als Division 2. Welle
    durch den Infanterie-Kommandeur 3 in Guben aufgestellt. Bereits zu
    Beginn des Polenfeldzuges war die Division einsatzbereit, so daß die
    Division am 1. September 1939 Armeereserve der 4. Armee wurde. Aus dem
    Raum nördlich von Krakau stieß die Division über Sandomierz nach Janow
    vor. Nach Beendigung des Polenfeldzuges wurde die Division bis November
    1939 als Besatzungstruppe in Polen eingesetzt und anschließend zur 16.
    Armee an die Mosel nördlich von Trier verlegt. Zu Beginn des
    Westfeldzuges war die Division Armeereserve des AOK 16 und nahm erst an
    der zweiten Feldzugphase, der "Schlacht um Frankreich" teil. Dabei
    marschierte sie von südlich Sedan bis nach Epinal. Bereits im Juli 1940
    wurde die Division nach Ostpolen zur Grenzsicherung verlegt. Am 15.
    Oktober 1940 gab die Division ein Drittel ihres Bestandes (Stab IR 196,
    I./169, I./118 I./196) an die 340. Infanterie-Division ab. Die Abgaben
    wurden ersetzt. Ab dem 22. Juni 1941 nahm die Division am Rußlandfeldzug
    teil. Aus dem Raum Jaroslaw rückte die Division über den San vor. An
    Lemberg vorbei zog die Division über Winniza bis in den Raum Tscherkassy
    vor. Hier bildete die Division den Flankenschutz der 6. und 17. Armee.
    Im Oktober 1941 setzte die Division ihren Vormarsch über Poltawa bis
    nach Charkow fort. Im Großraum Isjum am Donez kam es dann zu schweren
    Winterkämpfen. Diese sollten bis Mai 1942 andauern. Danach nahm die
    Division an den Angriffskämpfen auf Isjum und Snamenka teil. Im Sommer
    1942 marschierte die Division bis Woronesch am Don. Hier verblieb die
    Division im Stellungskrieg bis Februar 1943, als sich die Division dem
    deutschen Rückzug nach der Niederlage von Stalingrad anschließen mußte.
    Es folgten Abwehr- und Stellungskämpfe am Oskol, bei Gorshetsnoje und im
    Raum Ssumy westlich von Kursk. Im Juli 1943 folgten dann Abwehr- und
    Rückzugskämpfe am Dnjepr. Anschließend stand die Division bis November
    1943. Am 1. November 1943 wurde die Division in eine Infanterie-Division
    neuer Art 44 umgestellt und die dritten Bataillone der drei Regimenter
    aufgelöst. Im November 1943 zog die Division in den Raum Radomyschl und
    stand im Dezember 1943 bei Shitomir. In diesem Raum wurde sie dann im
    Januar 1944 zerschlagen.

    Die Reste der Division wurden aus der
    Front gezogen und auf dem Truppenübungsplatz Demba gesammelt und
    aufgefrischt. Bereits im April 1944 wurde die Division wieder an die
    Front verlegt und im Raum Kowel eingesetzt. Zwischen Mai und Juli 1944
    kämpfte die Division bei der 1. ungarischen Armee im Raum Lemberg. Ab
    August 1944 mußte sich die Division in schweren und verlustreichen
    Rückzugskämpfen über die Beskiden bis zum Weichselbrückenkopf Baranow
    zurückziehen. Von hier aus mußte sich die Division nach Oberschlesien,
    dann nach Mähren zurückziehen. Bei Kriegsende kam sie im Raum Jägerndorf
    in russische Gefangenschaft.

    2. Divisionskommandeure:

    26. August 1939 - 14. November 1941 Generalleutnant Georg Braun

    16. November 1941 - 26. Januar 1943 Generalleutnant Robert Meißner

    27. Januar 1943 - 25. Oktober 1943 Generalleutnant Hans Schmidt

    25. Oktober 1943 - 8. Mai 1945 Generalleutnant Paul Scheuerpflug

    3. Gliederung:

    Infanterie-Regiment 169

    Infanterie-Regiment 188

    Infanterie-Regiment 196

    Artillerie-Regiment 168

    Feldersatz-Bataillon 168

    Pionier-Bataillon 168

    Panzerabwehr-Abteilung 168

    Aufklärungs-Abteilung 168

    Infanterie-Divisions-Nachrichten-Abteilung 168

    Infanterie-Divisions-Nachschubführer 168

  • 68. Infanterie-Division (Wehrmacht)


    Divisionsgeschichte



    Einsatzgebiete:
    Die 68. ID wurde im August 1939 als Division der 2. Aufstellungswelle in Guben aufgestellt. Ihr erster Kriegseinsatz fand 1939 in Polen statt. Für den Westfeldzug wurde sie der 16. Armee unterstellt und in ihren Bereitstellungsraum in Trier an der Mosel verlegt. Während des Blitzkrieges in Frankreich gelangte sie von Sedan bis nach Epinal. Im Oktober 1940 musste sie 25 % ihrer Bataillone (Stab IR 196, I. Btl./169, I. Btl./118 I. Btl./196) an die 340. ID abtreten. Diese wurden wieder ersetzt.
    Im Juni 1941 nahm die 68. ID im Rahmen des Unternehmens Barbarossa am Überfall auf die Sowjetunion teil. Als Teil der Heeresgruppe Süd überquerte sie den San in Südpolen, gelangte über Lemberg, Winnitza bis nach Tscherkassy im Zentrum der Ukraine. Ihre Aufgabe war die Flanke der 6. und 17. Armee gegen Angriffe der Roten Armee zu sichern. Im Oktober 1941 befand sie sich aus Poltawa kommend bereits im Raum Charkow. Im Winter 1941/1942 kam es im Bogen von Isjum am Donez zu schweren Abwehrschlachten mit der Roten Armee, die dort an mehreren Stellen einbrach und Dnepropetrowsk bedrohte.
    Im Frühjahr 1942 griff die Division Isjum und Snamenka an und erreichte Woronesch. In der Woronesch-Stellung kämpfte die 68. ID bis zum Februar 1943. Danach befand sich die 68. ID in der Defensive und musste sich auf Oskol und Kursk zurückziehen. Nachdem sie in der Schlacht um Schitomir 1943/1944 während der Schitomir-Berditschewer Operation schwere Verluste erlitt, wurde sie im Januar 1944 bei Tarnopol vernichtend geschlagen. Nach Auffrischung und weiteren Abnutzungskämpfen musste sie sich bis nach Polen zurückziehen und wurde dort im Februar 1944 als 24. Welle der Schatten-Division Demba neu aufgestellt. Diese Division kapitulierte vor der Roten Armee im Mai 1945 in Jägerndorf im Sudetenland.




    Kommandeure


    Divisionskommandeure der 68. ID:
    Dienstzeit
    Dienstgrad
    Name
    1. September 1939 bis 14. November 1941
    Generalleutnant
    Georg Braun[1]
    16. November 1941 bis 24. Januar 1943
    Generalleutnant
    Robert Meißner
    24. Januar bis 25. Oktober 1943
    Generalleutnant
    Hans Schmidt
    25. Oktober 1943 bis 8. Mai 1945
    Generalleutnant
    Paul Scheuerpflug





    Bekannte Divisionsangehörige






    Auszeichnungen



    Insgesamt wurden vierzehn Angehörige der 68. ID mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet und mit dem Deutschen Kreuz in Gold.




    Gliederung


    Veränderungen in der Gliederung der 68. ID von 1939 bis 1945
    1942
    1943–1945
    Grenadier-Regiment 169
    Grenadier-Regiment 188
    Grenadier-Regiment 196
    Aufklärungs-Abteilung 168
    Füsilier-Bataillon 68
    Artillerie-Regiment 168
    Panzerjäger-Abteilung 168
    Pionier-Bataillon 168
    Nachrichten-Abteilung 168
    Versorgungseinheiten 168
    --
    Feldersatz-Bataillon 168